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Apotheke Lützelbach


Danke für Ihren Besuch.
Dr. Detlef Eichberg, Apothekenleiter vor Ort seit 36 Jahren.

Apotheke Lützelbach
Nelkenstraße 1
64750 Lützelbach
Tel.: 06165-3772 oder 3906
Service-Nr. 0800-3424237
E-Mail kontakt(at)detti-lama-apolue.de

Öffnungszeiten Mo-Fr. 8.00 - 12.00 und 14.00 - 18.00, Sa. 8.00 - 12.00




Freude von Dr. Detlef Eichberg
 
freudeKönnen Sie sich noch an die Aufgabenstellung in den Mathematik-Arbeiten der 10. Gymnasial-Klasse erinnern? Ich nicht. Hingegen weiß ich noch bis in das letzte Detail, was ich mit drei, vier und fünf Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Sie ahnen, auf was ich hinaus möchte – es muss eine innere Haltung oder Komponente geben, die mich Mathe vergessen und die Geschenke in Erinnerung behalten ließ. Es war die Freude, die mein Gehirn Weihnachten vor mehreren Jahrzehnten erinnern ließ und es war die Qual der schulischen Forderung, die mich nicht mehr die damalig freudlosen Umstände erinnern ließ.

Die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie bestätigen, dass unsere innere Haltung ganz entscheidend das Gelingen unseres Lebens beeinflusst. Wenn ich also immer das Schlimmste befürchte, so habe ich die besten Chancen, Prophet zu werden. Umgekehrt kann ich über mich hinaus wachsen, wenn ich mit Begeisterung im Alter von 85 Jahren noch anfange Chinesisch zu lernen, weil ich mich in eine junge 65jährige Chinesin verliebt habe.

Computertomographien zeigen, dass diejenigen Hirn-Areale besonders stark ausgeprägt werden, die mit Freude und Enthusiasmus stimuliert wurden. Diese Prägungen werden als „innere Haltung“ im cerebralen Vorderlappen hinter der Stirn gespeichert. Eckart von Hirschhausen, ein Kabarettist mit Approbation als Arzt, unterstellt, dass wir Deutschen im Bereich der frontalen Gyri statt dieses Vorder-Lappens einen Jammer-Lappen hätten. Nun, das mag dahin gestellt sein, aber wenn ich meine Beobachtungen und Erfahrungen auswerte, so kann ich einer überwiegend pessimistisch geprägten Volksseele der Deutschen zustimmen.

Aber nicht nur die Hirnstrukturen und unsere Psyche werden von unserer inneren Einstellung beeinflusst. Unser ganzes Leben als Mensch unterliegt der Steuerung unserer positiven oder negativen Emotionen. Diesbezüglich kann man auch davon ausgehen, dass unsere seelische und körperliche Gesundheit von diesen Regelkreisen – je nach der Fähigkeit, Freude und Begeisterung zu empfinden – bestimmt wird. Das sollten sich Therapeuten zu Herzen nehmen. Es wäre wünschenswert, wenn Ärzte die Patienten zur Freude inspirieren könnten, denn die Freude hat einen großen Anteil daran, dass kranke Menschen gesunden.



Leiden von Dr. Detlef Eichberg
 
leidDer persönlich erfahrene Leidensdruck in meinem Leben stellt heutzutage ein Kapital für mich dar, wenn es um die Beratung leidgeprüfter Menschen geht. Ich möchte diese Krisen nicht alle nochmals durchleben. Aber ich bin in der kompetenten Lage mitreden zu können, wenn jemand sein Leid mit mir teilt. Ich habe nicht immer die gleichen Auslöser und Umstände wie meine Gesprächspartner erfahren, aber unter dem Strich saldiert weiß ich, wie sich das Ende der Fahnenstange anfühlt.

Wenn ich von mir erzähle, von der einstmaligen Empfindung, der letzte Überlebende nach einem Atomkrieg zu sein, lebendig begraben, voller Verzweiflung und Aussichtslosigkeit, dann öffnet sich mein Gegenüber und ich kann von dem Wunder meiner Heil-Werdung berichten, das wohl mit der Annahme der Existenz von Leid und einer damit verbunden vertrauensvollen Kapitulation im Sinn „Dein Wille geschehe“ begründen lässt.

Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir Schmerz umgehen möchten. Meiner Erfahrung zufolge kommen wir jedoch nicht um persönliche Pein und um das Leid der Welt herum. Wenn mir – und dies wird mich bis an mein Lebensende begleiten – Situationen begegnen, in denen ich keinen Sinn im Unsinn erkennen kann, dann werte ich das als Geburtswehen neuer Reifungs-Prozesse. Wenn ich mich dem Leiden stelle, es annehme und auch wieder loslasse, dann kann daraus inneres Wachstum erstehen. Das ist kein Fatalismus oder gar Masochismus, sondern generiert sich aus der Erfahrung, dass Leiden eine Eintrittskarte für Weisheit und Reifung sein kann.

Buddha - und vor allem auch Jesus - wussten um die Notwendigkeit von Leid. Als Petrus einmal Jesus von dessen Weg in sein bevor stehendes Leiden abbringen wollte, wies Jesus ihn zurecht, dass es nur eine Auferstehung nach vorherigem Leiden und Tod gebe. Im menschlichen Leben gibt es zahlreiche Varianten schmerzlicher Erfahrungen: Enttäuschungen, Verletzungen, Gewalt, Krankheit, Nachlassen jugendlicher Spannkraft und Attraktivität und schließlich den körperlichen Tod. Soll das alles völlig sinnlos sein? Dann würden wir Gott zu einem Buchhalter degradieren, der als strenges Gericht über Strafen in Form von Schicksalsschlägen, Krankheit oder Sonstiges befindet.

Es möge sein, dass wir durch unsere eigene innere Einstellung Leid verstärken, indem wir dagegen ankämpfen und es nicht akzeptieren und loslassen wollen. Aber ich glaube nicht, dass wir jemals aus der Liebe Gottes heraus fallen werden, außer wir verweigern uns in einer eigenen Entscheidung. Gnade hat nur eine Chance, wenn wir sie annehmen.



Manchmal von Dr. Detlef Eichberg
 
kur
Manchmal, wenn die grauen Nebel der globalen Katastrophen
mich umwabern,

Manchmal, wenn ich mein Misstrauen gegenüber politischer
Verantwortlichkeit nicht unterdrücken kann,

Manchmal, wenn ich menschlicher Verrohung, Egozentrik und
Konsum-Trunkenheit begegne,

Manchmal, wenn Ohnmacht, Wut und Trauer mich bereits beim
Aufwachen ereilen,

Dann, ja dann - möchte ich manchmal kein Mensch sein.

Dann, ja dann - behalte ich manchmal meine Mensch-Werdung
dennoch im Auge.

Und manchmal, wenn ich es nicht mehr erwarte, lodert Frieden
auf
– und ich bin gerne Mensch.

 

 
  




Tiefenentspannung mit Detlef Eichberg





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Wir sind
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licht

Der Du LICHT heißt
und wachsende Erkenntnis bist,
schaffe den Nebel hinaus,
der unseren Blick verdunkelt.
Gib uns den Mut, weiter tastend
und prüfend zu suchen.

Keinen geraden Weg verlangen wir.
Nur Dieses:
Die Spur nicht zu verlieren
im Wirrwarr des täglichen Lebens.

(Detlef Eichberg)